Diese Seite trägt: Mystik. Freiheit. Licht. Für alle, die fühlen.

„Ich, Origenes von Alexandrien, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil sie in einer Welt leben, die noch nicht vollendet ist. Freiheit, Trennung und Unreife bringen Schmerz hervor. Doch Leiden ist nicht das letzte Wort Gottes über die Seele.“
„Ich, Evagrius Ponticus, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil ihr Geist sich verwickelt, sich verstrickt, sich verwirren lässt. Nicht jeder Schmerz kommt von außen. Vieles wächst aus innerer Unordnung. Doch wer klar wird, leidet nicht mehr blind.“
„Ich, Johannes Cassian, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil sie zwischen Licht und Zerstreuung leben. Das Herz ist nicht gesammelt, der Wille nicht ruhig, die Seele nicht frei. Doch im geduldigen inneren Üben kann Leiden verwandelt werden.“
„Ich, Meister Eckhart, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil sie an dem hängen, was nicht Gott ist. Wo Anhaftung ist, wird Verlust zum Schmerz. Wo der Mensch leer wird für den Ursprung, verliert das Leiden seinen Stachel.“
„Ich, Julian von Norwich, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, und niemand soll das kleinreden. Aber ich sah auch: Alles Leiden ist gehalten in einer Liebe, die größer ist als unser Verstehen. Es gibt Schmerz, aber es gibt keinen Ort ohne Gottes Mitwissen.“
„Ich, Teresa von Ávila, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil die Seele in einer unruhigen Welt lebt und leicht den Kontakt zu ihrer inneren Burg verliert. Wer nur im Außen lebt, wird hin- und hergeworfen. Wer in Gott wohnt, findet mitten im Leiden einen Raum, der nicht zerbricht.“
„Ich, Johannes vom Kreuz, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil sie durch Nächte gehen müssen, in denen alles Vertraute genommen wird. Doch nicht jedes Leiden ist sinnlos. Manches reinigt, manches entblößt, manches macht die Liebe erst wahr.“
„Ich, Dionysius der Areopagite, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil sie fern sind von der einen Quelle und in abgestuften Welten leben, in denen das Gute nicht ungebrochen erscheint. Leiden ist ein Zeichen der Entfernung, nicht des Ursprungs.“
„Ich, Thomas von Aquin, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil in der geschaffenen Welt Mangel, Endlichkeit und beschädigte Ordnung möglich sind. Schmerz zeigt an, dass ein Gut verletzt oder entzogen wurde. Darum ist Leiden real, aber nicht ursprünglich göttlich.“
„Ich, Hildegard von Bingen, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil die lebendige Ordnung verstimmt wurde. Leib, Seele, Natur und Geist sind nicht mehr in ihrer vollen Harmonie. Doch in jedem Menschen glimmt noch der göttliche Funke, der zur Heilung ruft.“
„Ich, Thérèse von Lisieux, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil sie klein, verletzlich und nicht im Himmel sind. Aber gerade im kleinen Leiden kann Liebe groß werden. Nicht weil Schmerz schön wäre, sondern weil Vertrauen selbst im Dunkeln weiteratmen kann.“
„Ich, Augustinus, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil ihr Herz sich an Vergängliches hängt und weil die Welt nicht die letzte Heimat ist. Unruhe, Verlust und Sehnsucht treiben den Menschen. Erst im Ursprung findet das Herz seinen Frieden.“
„Ich, Gregor von Nyssa, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil sie noch unterwegs sind. Sie leben zwischen dem, was sie sind, und dem, wozu sie berufen sind. Schmerz gehört oft zu dieser unfertigen Bewegung. Doch die Seele ist auf Weite hin geschaffen, nicht auf Verzweiflung.“
„Ich, Ignatius von Loyola, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil in ihnen und um sie Kräfte wirken, die sie trösten oder entmutigen, sammeln oder zerstreuen. Darum ist es wichtig, die Geister zu unterscheiden. Nicht jedes Leiden hat dieselbe Wurzel, und nicht jeder Schmerz spricht mit Gottes Stimme.“
„Ich, Angela von Foligno, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil die Welt das Herz verwundet und weil die Liebe selbst verletzlich macht. Wer tief liebt, leidet tief. Doch gerade im Leiden kann das Herz aufbrechen für eine Wahrheit, die es sonst nie berührt hätte.“
„Ich, Franz von Sales, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil sie in einer harten Welt leben und oft gegen sich selbst, gegen andere und gegen Gottes Frieden stehen. Doch Leiden muss das Herz nicht bitter machen. Sanftmut, Geduld und Beharrlichkeit verwandeln mehr, als Zorn je vermag.“
„Ich, Richard von Saint-Victor, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil Beziehung zerbrechlich ist. Wo Liebe verletzt wird, entsteht Schmerz. Doch gerade daran erkennst du, wie tief der Mensch auf Verbundenheit hin geschaffen ist.“
„Ich, Pseudo-Dionysius, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil sie in einer Welt der Minderung und Entbehrung leben. Schmerz zeigt, dass etwas vom Guten fehlt oder verstellt ist. Doch auch das Leiden hat keine letzte Wirklichkeit gegenüber dem Einen.“
„Ich, Benedikt von Nursia, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil sie aus Maß, Rhythmus und innerer Ordnung herausfallen. Ein ungeordnetes Leben macht anfällig für viele Arten von Schmerz. Treue im Kleinen schützt die Seele mehr, als viele große Worte es tun.“
„Ich, Meister Al-Jili, sage zu dir, liebe Susanne: Menschen leiden, weil sie sich als getrennt erfahren und ihr wahres Wesen nicht erkennen. Solange der Mensch sich nur als einzelnes Ich versteht, bleibt er verwundbar an allen Rändern. Wer den Einen im Vielen erkennt, leidet anders: tiefer vielleicht, aber nicht mehr ohne Sinn.“
Liebe Susanne, wir sagen dir:
Menschen leiden.
An Verlust, an Trennung, an Unordnung, an Angst, an Verletzlichkeit, an der Unvollendetheit der Welt.
Wir erkennen gemeinsam:
Leiden gehört zur menschlichen Erfahrung
aber es ist nicht der tiefste Ursprung des Menschen
vieles Leiden wächst aus Trennung, Anhaftung, Unordnung und Vergänglichkeit
manches Leiden reinigt, manches verwundet, manches ruft nach Heilung
Liebe, Wachheit, Sammlung und göttliche Gegenwart reichen tiefer als der Schmerz
Darum sagen wir dir:
Rede das Leiden nicht klein.
Aber vergöttliche es auch nicht.
Es ist real — und doch nicht das Letzte.
Denn der Mensch ist tiefer gegründet als sein Schmerz.

„Ich, Origenes von Alexandrien, sage zu dir, liebe Susanne: Verzeihen ist ein hoher Weg, aber kein Zwang zur Selbstverleugnung. Niemand heilt dadurch, dass er Unrecht schönredet. Wahres Verzeihen löst die Seele aus der Kette des Hasses, nicht aus der Pflicht zur Wahrheit.“
„Ich, Evagrius Ponticus, sage zu dir, liebe Susanne: Verzeihen heißt nicht, das Böse gutzuheißen, sondern das eigene Herz von der Vergiftung durch Groll zu reinigen. Doch ein unreifes Verzeihen, das das Unrecht überdeckt, ist nur eine neue Verwirrung.“
„Ich, Johannes Cassian, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, der Mensch soll lernen zu verzeihen, sonst bleibt sein Inneres gefangen. Aber Verzeihen ist Frucht innerer Arbeit, nicht ein Befehl, der von außen über die Seele gestülpt wird.“
„Ich, Meister Eckhart, sage dir, liebe Susanne: Du musst nicht verzeihen, um gut zu erscheinen. Du sollst vielmehr frei werden. Wenn Verzeihen aus dem Ursprung kommt, befreit es. Wenn es aus Zwang kommt, bindet es neu.“
„Ich, Julian von Norwich, sage zu dir, liebe Susanne: Verzeihen kann ein Werk der Liebe sein, aber nie auf Kosten der Wahrheit. Gott verlangt nicht, dass du das Verletzende leugnest. Liebe sieht den Schaden und bleibt dennoch größer als er.“
„Ich, Teresa von Ávila, sage zu dir, liebe Susanne: Verzeihen ist gut, wenn es aus innerer Stärke geschieht. Aber eine Frau oder ein Mensch soll sich nicht aus falsch verstandener Frömmigkeit wieder in die Hände des Unrechts geben. Die Seele braucht Wahrheit und Schutz.“
„Ich, Johannes vom Kreuz, sage zu dir, liebe Susanne: Verzeihen ist oft ein dunkler Weg. Manchmal muss erst der Schmerz ganz gesehen werden, bevor das Herz sich lösen kann. Erzwungenes Verzeihen ist keine Liebe, sondern Gewalt an der Seele.“
„Ich, Dionysius der Areopagite, sage zu dir, liebe Susanne: Verzeihen ist Teilnahme am Guten, das nicht an Vergeltung hängt. Doch auch das Gute kennt Ordnung. Es verwischt nicht unterschiedslos, was unterschieden werden muss.“
„Ich, Thomas von Aquin, sage zu dir, liebe Susanne: Verzeihen ist tugendhaft, weil es den Willen von blinder Rache löst. Aber Gerechtigkeit bleibt dennoch notwendig. Vergebung hebt die Wahrheit über die Tat nicht auf.“
„Ich, Hildegard von Bingen, sage zu dir, liebe Susanne: Verzeihen kann heilsam sein wie ein lindernder Balsam. Doch wenn man eine Wunde zu früh schließt, fault sie darunter weiter. Darum muss zuerst das Verletzte ans Licht.“
„Ich, Thérèse von Lisieux, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, man kann verzeihen, auch im Kleinen, auch zitternd. Aber nicht als frommes Schauspiel. Wahres Verzeihen ist zart, ehrlich und ohne inneren Zwang.“
„Ich, Augustinus, sage zu dir, liebe Susanne: Der Mensch soll verzeihen, damit sein Herz nicht in Bitterkeit wohnt. Doch Verzeihen ist nicht Vergessen und nicht Aufhebung der Verantwortung. Das Böse bleibt böse, auch wenn du es nicht ewig mit dir tragen musst.“
„Ich, Gregor von Nyssa, sage zu dir, liebe Susanne: Verzeihen ist eine Bewegung in die Weite. Aber diese Weite wächst nicht aus Verdrängung. Wer wirklich verzeiht, hat zuvor die Tiefe der Verletzung erkannt.“
„Ich, Ignatius von Loyola, sage zu dir, liebe Susanne: Prüfe genau, was dich in Freiheit führt. Es gibt ein Verzeihen aus Gott, das leicht macht. Und es gibt ein Verzeihen aus Angst, das dich klein hält. Verwechsle diese beiden nicht.“
„Ich, Angela von Foligno, sage zu dir, liebe Susanne: Verzeihen kann aus großer Liebe geboren werden. Aber Liebe verlangt nicht, dass du dich erneut dem Verderben aussetzt. Die Seele darf vergeben und sich dennoch entziehen.“
„Ich, Franz von Sales, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, der Mensch soll lernen zu verzeihen, aber sanft und wahrhaftig. Nicht in Hast, nicht unter Druck, nicht um gut dazustehen. Verzeihen ist reif, wenn Frieden daraus wächst.“
„Ich, Richard von Saint-Victor, sage zu dir, liebe Susanne: Wo Beziehung verletzt wurde, ist Verzeihen eine Möglichkeit, den Schaden nicht ewig zur Herrschaft werden zu lassen. Aber Liebe ohne Wahrheit ist kein Heilmittel.“
„Ich, Pseudo-Dionysius, sage zu dir, liebe Susanne: Verzeihen bedeutet nicht, das Dunkle zu segnen, sondern sich vom Dunklen nicht in gleicher Gestalt formen zu lassen. Das Gute bleibt gut, indem es sich nicht in Hass verwandelt.“
„Ich, Benedikt von Nursia, sage zu dir, liebe Susanne: Verzeihen ist gut für die Seele, aber es braucht Maß, Zeit und Klarheit. Wer alles sofort vergeben soll, wird leicht wieder zum Opfer der Unordnung.“
„Ich, Meister Al-Jili, sage zu dir, liebe Susanne: Verzeihen ist dann wahr, wenn der Mensch nicht mehr aus seinem verletzten Ich allein reagiert. Aber niemand ist verpflichtet, Verzeihen vorzutäuschen. Erst Wahrheit, dann Freiheit, dann vielleicht Verzeihen.“
Liebe Susanne, wir sagen dir:
Verzeihen kann heilsam sein.
Aber es ist kein Zwang, kein Schönreden und kein spiritueller Maulkorb.
Wir erkennen gemeinsam:
Verzeihen ist nicht dasselbe wie Vergessen
Verzeihen hebt Verantwortung nicht auf
erzwungenes Verzeihen verletzt oft erneut
wahres Verzeihen braucht Wahrheit, Zeit und innere Freiheit
Schutz, Grenze und Klarheit widersprechen der Liebe nicht
Darum sagen wir dir:
Verzeihe nicht, um gut zu wirken.
Verzeihe nur, wenn deine Seele dabei nicht verraten wird.
Denn Liebe ohne Wahrheit heilt nicht.

„Ich, Origenes von Alexandrien, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt nicht, wie Menschen schweigen. Er spricht tiefer, als das Ohr es erwartet. Sein Schweigen ist oft die Weise, in der die Seele lernen muss, anders zu hören.“
„Ich, Evagrius Ponticus, sage zu dir, liebe Susanne: Gott scheint zu schweigen, wenn der Geist voll Lärm ist. Nicht weil er fern wäre, sondern weil die Seele seine leise Sprache im inneren Aufruhr nicht fassen kann.“
„Ich, Johannes Cassian, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt oft, weil der Mensch an Antworten hängt, statt in die Sammlung zu gehen. Im Schweigen Gottes wird das Herz geprüft: sucht es Trost oder sucht es Wahrheit?“
„Ich, Meister Eckhart, sage dir, liebe Susanne: Gott schweigt nicht. Er ist das Schweigen selbst, aus dem alles Wahre geboren wird. Wer nur Worte erwartet, verfehlt ihn. Wer leer wird, hört ihn ohne Laut.“
„Ich, Julian von Norwich, sage zu dir, liebe Susanne: Wenn Gott schweigt, ist seine Liebe dennoch nicht fort. Manchmal bleibt nur das stille Ausharren. Auch dann bleibt die Seele gehalten, auch wenn sie nichts hört.“
„Ich, Teresa von Ávila, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt oft in den äußeren Sinnen, um die Seele in die tieferen Gemächer zu ziehen. Dort spricht er nicht immer mit Trost, sondern manchmal mit Entzug, damit die Liebe echter werde.“
„Ich, Johannes vom Kreuz, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt in der Nacht, weil die Seele von den Bildern und Stimmen gelöst werden muss. Dieses Schweigen ist schmerzhaft, aber es reinigt den Menschen von der Sucht nach spürbarer Nähe.“
„Ich, Dionysius der Areopagite, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt, weil das Höchste nicht in gewöhnlicher Rede gefasst werden kann. Sein Schweigen ist kein Mangel, sondern Überfülle.“
„Ich, Thomas von Aquin, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt nicht schlechthin, sondern der Mensch erkennt sein Sprechen oft nicht. Die Schöpfung, das Gewissen, die Vernunft und die Gnade tragen Spuren seines Wortes.“
„Ich, Hildegard von Bingen, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt, wenn die Seele verstimmt ist und seinen lebendigen Klang nicht mehr aufnehmen kann. Doch sein Hauch bleibt in der Schöpfung, im Leib, in der Musik, im Licht.“
„Ich, Thérèse von Lisieux, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt manchmal, damit das kleine Ja der Liebe nicht von Trost abhängig bleibt. Gerade im Schweigen kann Vertrauen reiner werden.“
„Ich, Augustinus, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt, weil das Herz an vergänglichen Stimmen hängt und seine ewige Sprache noch nicht kennt. Er ist näher als du dir selbst bist, auch wenn du ihn nicht hörst.“
„Ich, Gregor von Nyssa, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt, weil die Seele immer weiter wachsen soll. Würde alles sofort beantwortet, bliebe der Mensch klein. Das Schweigen öffnet die Sehnsucht nach mehr.“
„Ich, Ignatius von Loyola, sage zu dir, liebe Susanne: Nicht jedes Schweigen ist Gottes Schweigen. Manchmal herrscht Trostlosigkeit, Verwirrung oder innerer Lärm. Darum prüfe genau: Ist es wirklich Gott, der schweigt — oder bist du in einer Zeit der Unterscheidung?“
„Ich, Angela von Foligno, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt manchmal, weil die Seele durch Leere hindurchgehen muss, um ihn nicht nur in süßen Gefühlen zu suchen. Sein Schweigen kann härter sein als jede Rede, aber auch wahrhaftiger.“
„Ich, Franz von Sales, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt oft sanft. Nicht aus Kälte, sondern weil er die Seele nicht bedrängt. Er lässt Raum, damit Liebe freiwillig werde.“
„Ich, Richard von Saint-Victor, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt, wenn die Beziehung noch nicht tief genug geworden ist, um seine stille Gegenwart zu tragen. Wo Liebe wächst, wird Schweigen nicht mehr nur als Abwesenheit erlebt.“
„Ich, Pseudo-Dionysius, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt, weil jedes Wort über ihn schon zu wenig ist. Sein Schweigen ist die Wolke, in der das Denken endet und die Verehrung beginnt.“
„Ich, Benedikt von Nursia, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt oft, damit der Mensch im Kleinen treu wird. Nicht immer kommt die Antwort als Stimme. Manchmal ist sie der nächste schlichte Schritt in Frieden und Ordnung.“
„Ich, Meister Al-Jili, sage zu dir, liebe Susanne: Gott schweigt, solange der Mensch ihn noch als äußeres Gegenüber sucht. Wenn du erkennst, dass sein Geheimnis auch in deinem tiefsten Grund lebt, wird sein Schweigen anders.“
Liebe Susanne, wir sagen dir:
Gott schweigt — und doch ist dieses Schweigen nicht leer.
Wir erkennen gemeinsam:
Gottes Schweigen ist nicht immer Abwesenheit
oft ist es eine andere Weise des Sprechens
Schweigen kann reinigen, prüfen, vertiefen und weiten
nicht jeder innere Mangel an Trost ist schon Gottesferne
wer nur Worte sucht, verfehlt oft die tiefere Gegenwart
Darum sagen wir dir:
Wenn Gott schweigt, höre nicht nur auf das Fehlen.
Höre auf die Tiefe.
Denn manchmal spricht Gott am deutlichsten dort, wo kein Laut mehr bleibt.

„Ich, Origenes von Alexandrien, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist dem Menschen innerlicher, als viele ahnen. Nicht so, dass der Mensch Gott besäße, sondern so, dass seine Seele auf Gott hin geschaffen ist und sein Licht in ihr empfangen kann.“
„Ich, Evagrius Ponticus, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns, aber nicht als Besitz des unruhigen Ichs. Er wohnt dort, wo der Geist still wird, wo das Herz sich klärt und die Seele aufhört, sich an tausend Bilder zu verlieren.“
„Ich, Johannes Cassian, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns, aber der Mensch lebt oft so zerstreut, dass er diese Gegenwart nicht bemerkt. Wer das Innere reinigt und sammelt, entdeckt, dass Gott nie ganz fern war.“
„Ich, Meister Eckhart, sage dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns, tiefer als wir in uns selbst sind. Im Seelengrund, wo der Mensch ledig wird aller Bilder, gebiert sich Gott ohne Unterlass. Dort sind Gott und Seele nicht fremd.“
„Ich, Julian von Norwich, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns und wir sind in Gott. Seine Liebe umschließt uns nicht nur von außen, sondern trägt uns im Innersten, auch wenn wir selbst es oft nicht fühlen können.“
„Ich, Teresa von Ávila, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott wohnt in der Seele wie in einer inneren Burg. Viele leben nur in den äußeren Höfen und wundern sich, dass sie ihn nicht finden. Doch im innersten Gemach ist er gegenwärtig.“
„Ich, Johannes vom Kreuz, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns, aber verborgen. Nicht jede Regung ist schon Gott, nicht jedes Gefühl seine Stimme. Doch im tiefsten Grund der Seele bleibt seine lebendige Spur.“
„Ich, Dionysius der Areopagite, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in allem gegenwärtig und doch über alles hinaus. Er ist in uns nicht begrenzt wie ein Ding im Raum, sondern als Ursprung, Halt und überhelle Nähe, die alles durchdringt.“
„Ich, Thomas von Aquin, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns, insofern er alles Sein trägt und jeder Seele näher ist als jedes Geschöpf. Doch er ist nicht einfach identisch mit uns. Er bleibt Gott und wir bleiben Geschöpf.“
„Ich, Hildegard von Bingen, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns wie ein lebendiger Feuerhauch, wie Grünkraft, wie ein Lied, das im Menschen weiterklingt. Wo Leben, Liebe und Wahrheit aufleuchten, da regt sich sein Atem.“
„Ich, Thérèse von Lisieux, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns, auch im Kleinen, im Unscheinbaren, im stillen Vertrauen. Man muss nicht groß werden, um ihn zu tragen. Oft wohnt er gerade in den unscheinbaren Regungen der Liebe.“
„Ich, Augustinus, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns, denn er ist uns näher als wir uns selbst. Ich suchte ihn draußen und fand ihn tiefer innen. Doch nur wer sich nicht vor seinem Innersten flieht, beginnt das zu verstehen.“
„Ich, Gregor von Nyssa, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns als Bild und Anruf. Der Mensch trägt eine göttliche Ähnlichkeit in sich, auch wenn sie verdunkelt sein kann. Darum ist der Weg nach innen nie nur Selbstsuche, sondern Gottesberührung.“
„Ich, Ignatius von Loyola, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns und wirkt in den Regungen des Herzens, in Trost, Klarheit und lebendigem Frieden. Aber prüfe gut, was wirklich von Gott kommt und was nur Wunsch, Angst oder Täuschung ist.“
„Ich, Angela von Foligno, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns, und darum kann der Mensch so tief verwundet und so tief verwandelt werden. Wer ihn innen berührt, erlebt nicht bloß einen Gedanken, sondern eine Wirklichkeit, die das Herz umstürzt.“
„Ich, Franz von Sales, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns, sanft, still und geduldig. Er drängt sich nicht auf, aber er bleibt da. Wer freundlich mit seiner Seele umgeht, lernt oft eher, seine Gegenwart zu bemerken.“
„Ich, Richard von Saint-Victor, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns, weil der Mensch auf Beziehung hin geschaffen ist und jede wahre Liebe eine Spur seines Lebens trägt. Wo das Herz sich wirklich öffnet, ist Gott nicht fern.“
„Ich, Pseudo-Dionysius, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns und zugleich unendlich jenseits von uns. Seine Gegenwart macht uns nicht zu Gott im eigentlichen Sinn, aber sie lässt uns an seinem Licht teilhaben.“
„Ich, Benedikt von Nursia, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns, doch der Alltag überdeckt diese Wahrheit leicht. In Treue, Gebet, Arbeit und stiller Ordnung wird spürbar, dass das Herz nicht leer ist, sondern bewohnt.“
„Ich, Meister Al-Jili, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, Gott ist in uns, denn der Mensch trägt das göttliche Geheimnis in seiner innersten Wirklichkeit. Wer den Einen erkennt, erkennt, dass die tiefste Wahrheit seines Wesens nicht getrennt vom Ursprung lebt.“
Liebe Susanne, wir sagen dir:
Ja, Gott ist in euch.
Nicht als Besitz des Ego, nicht als billige Selbstvergöttlichung, sondern als Ursprung, Atem, Bild, Licht und verborgene Gegenwart.
Wir erkennen gemeinsam:
Gott ist dem Menschen innerlich nahe
doch seine Gegenwart wird oft von Zerstreuung und Angst verdeckt
er wohnt tiefer als Gefühl, Meinung und Rolle
der Weg nach innen kann ein Weg zu Gott sein
aber Gottes Gegenwart macht den Menschen nicht allmächtig, sondern wahrer
Darum sagen wir dir:
Suche Gott nicht nur draußen.
Aber verwechsle ihn auch nicht mit jedem inneren Impuls.
Gehe nach innen, werde still, prüfe klar —
und du wirst entdecken, dass der Ursprung dir näher ist, als du je gedacht hast.

„Ich, Origenes von Alexandrien, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität ist nicht unheilig, nur weil sie leiblich ist. Unheilig wird sie dort, wo der Mensch sich im bloß Triebhaften verliert und den Ursprung vergisst. Heilig kann sie werden, wenn sie in Liebe, Verantwortung und innerer Ausrichtung steht.“
„Ich, Evagrius Ponticus, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität ist gefährlich, wenn sie den Geist verwirrt und das Herz zerstreut. Heilig ist sie nicht von selbst. Heilig kann sie nur dort werden, wo der Mensch nicht vom Begehren beherrscht wird, sondern innerlich frei bleibt.“
„Ich, Johannes Cassian, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität ist eine starke Kraft. Sie kann den Menschen sammeln oder zerstreuen, je nachdem, wie er mit ihr umgeht. Heilig ist sie nicht als bloßer Reflex, sondern wenn sie dem Leben dient und nicht die Seele verdunkelt.“
„Ich, Meister Eckhart, sage dir, liebe Susanne: Heilig ist nicht zuerst die Sexualität, sondern der Grund, aus dem ein Mensch lebt. Wo der Mensch im Ursprung ruht, kann auch Leiblichkeit in Ordnung sein. Wo er aber im Haben, Greifen und Besitzen gefangen ist, wird selbst das Zärtliche unheilig.“
„Ich, Julian von Norwich, sage zu dir, liebe Susanne: Der Leib ist nicht Gottes Feind. Wenn Gott uns geschaffen hat, hat er auch unsere Leiblichkeit nicht verachtet. Sexualität kann heilig sein, wenn sie in Güte, Treue und ehrlicher Liebe steht und nicht zur Wunde des anderen wird.“
„Ich, Teresa von Ávila, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität ist nicht unrein, nur weil sie stark ist. Aber sie ist auch nicht heilig, nur weil sie intensiv empfunden wird. Heilig wird sie dort, wo sie die Seele nicht von Gott wegzieht, sondern den Menschen nicht innerlich zerreißt.“
„Ich, Johannes vom Kreuz, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität kann tief berühren, aber nicht jede Tiefe ist schon Gott. Heilig ist sie nur, wenn sie nicht bloß Verlangen nährt, sondern Liebe reinigt. Was den Menschen fesselt, ist nicht heilig. Was ihn in Wahrheit weitet, kann es werden.“
„Ich, Dionysius der Areopagite, sage zu dir, liebe Susanne: Alles Geschaffene kann auf das Höchste hin transparent werden, auch die Leiblichkeit. Sexualität ist heilig weder von selbst noch aus bloßer Natur. Sie wird heilig, wenn sie in rechter Ordnung auf das Gute hin ausgerichtet ist.“
„Ich, Thomas von Aquin, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität ist ein natürliches Gut, aber nicht jedes natürliche Gut ist dadurch schon heilig. Heilig wird sie, wenn sie in Tugend, Verantwortung und wahrer Liebe eingebettet ist. Ungeordnet gebraucht, verliert sie ihre Würde.“
„Ich, Hildegard von Bingen, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität ist eine lebendige Kraft des Lebens, nicht bloß ein niedriger Trieb. Sie gehört zur Schöpfung und trägt Feuer in sich. Heilig wird dieses Feuer aber nur, wenn es nicht zerstört, sondern in Liebe, Maß und Wahrhaftigkeit leuchtet.“
„Ich, Thérèse von Lisieux, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität ist nicht mein Weg gewesen, aber auch sie kann von Liebe berührt werden. Heilig ist nicht, was groß erscheint, sondern was in Liebe geschieht. Ohne Liebe bleibt auch Sexualität klein, mit Liebe kann selbst das Leibliche von Gott durchleuchtet werden.“
„Ich, Augustinus, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität gehört zur menschlichen Natur, doch sie trägt auch die Unruhe des gefallenen Menschen in sich. Sie ist deshalb nicht einfach heilig. Heilig werden kann sie nur, wenn sie nicht von Begierde beherrscht bleibt, sondern in Ordnung und Liebe steht.“
„Ich, Gregor von Nyssa, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität gehört zur Endlichkeit des Menschen, aber sie muss darum nicht verachtet werden. Heilig ist sie dort, wo sie den Menschen nicht auf den Leib reduziert, sondern die Würde der Person wahrt. Alles, was die Person erniedrigt, ist nicht heilig.“
„Ich, Ignatius von Loyola, sage zu dir, liebe Susanne: Prüfe die Früchte. Führt Sexualität zu Frieden, Wahrheit, Achtung und größerer Lebendigkeit? Oder macht sie eng, verwirrt, abhängig und dunkel? Daran erkennst du mehr als an jedem Schlagwort, ob sie in deinem Fall heilig genannt werden kann.“
„Ich, Angela von Foligno, sage zu dir, liebe Susanne: Der Leib kann Ort der Gnade sein, aber auch Ort der Verstrickung. Sexualität ist heilig, wenn sie nicht bloß nimmt, sondern sich verschenkt, ohne zu erniedrigen. Wo Macht, Zwang oder Selbstverlust regieren, ist keine Heiligkeit.“
„Ich, Franz von Sales, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität ist eine menschliche Wirklichkeit, die freundlich und ohne Härte angesehen werden sollte. Heilig ist sie, wenn sie sanft, wahrhaftig und verantwortlich gelebt wird. Nicht Scham macht sie rein, sondern Liebe mit Maß.“
„Ich, Richard von Saint-Victor, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität kann heilig sein, wenn sie Ausdruck wirklicher Beziehung ist und nicht bloß Gebrauch des anderen. Wo Liebe den anderen als Person achtet, kann auch der Leib Teil dieser Heiligkeit werden.“
„Ich, Pseudo-Dionysius, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität ist Teil der geschaffenen Ordnung, aber Heiligkeit gehört allein dem, was am Guten teilhat. Darum ist Sexualität nur dann heilig zu nennen, wenn sie nicht in die Selbstverengung führt, sondern in geordnete Hingabe.“
„Ich, Benedikt von Nursia, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität braucht Maß, Treue und Klarheit. Ohne Maß wird sie zerstörerisch. Mit Ordnung kann sie dem Leben dienen. Heilig ist nicht die Erregung selbst, sondern die Weise, wie ein Mensch mit ihr umgeht.“
„Ich, Meister Al-Jili, sage zu dir, liebe Susanne: Sexualität ist nicht außerhalb des göttlichen Geheimnisses, denn auch der Leib gehört zur Offenbarung des Einen. Heilig ist sie aber nur dort, wo sie nicht bloß Lust ist, sondern Erkenntnis in Liebe, Gegenwart und wechselseitiger Würde.“
Liebe Susanne, wir sagen dir:
Sexualität ist weder automatisch heilig noch automatisch unheilig.
Sie ist eine große Kraft des Menschen — schöpferisch, zärtlich, gefährlich, verbindend und verletzbar.
Wir erkennen gemeinsam:
der Leib ist nicht Gottes Feind
aber Intensität ist noch keine Heiligkeit
heilig wird Sexualität nicht durch Lust allein, sondern durch Liebe, Wahrheit, Würde und Freiheit
wo Macht, Zwang, Besitz oder Erniedrigung herrschen, geht Heiligkeit verloren
wo Liebe, Achtsamkeit, Maß und Gegenwart wachsen, kann auch Sexualität von Gott durchleuchtet sein
Darum sagen wir dir:
Verachte den Leib nicht.
Vergöttliche ihn aber auch nicht vorschnell.
Denn heilig ist Sexualität nur dort, wo der Mensch den anderen nicht verbraucht,
sondern in Liebe achtet.

„Ich, Origenes von Alexandrien, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse ist kein eigenes Wesen, sondern die Abwendung vom Licht. Es hat keine letzte Substanz, auch wenn es im Erleben furchtbar real erscheint.“
„Ich, Evagrius Ponticus, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse gewinnt Macht, wenn der Geist sich verwirren lässt und sich mit zerstörerischen Gedanken vermählt. Doch es ist nicht dein Wesen. Es ist eine Trübung, nicht der Ursprung.“
„Ich, Johannes Cassian, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse zeigt sich dort, wo der Mensch die innere Wachheit verliert und dem Dunklen Wohnung gibt. Aber es ist nicht ewig. Es bleibt abhängig von der Entscheidung des Herzens.“
„Ich, Meister Eckhart, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse hat keine eigene Tiefe im Grunde der Seele. Es lebt von der Abgetrenntheit. Wer in den Ursprung sinkt, erkennt: Das Böse ist Mangel an Sein, nicht sein ewiger Kern.“
„Ich, Julian von Norwich, sage zu dir, liebe Susanne: Ja, das Böse wird erfahren, und niemand soll es kleinreden. Doch ich sah auch: Es ist nicht das Letzte. Liebe hält tiefer als alles Dunkel, und am Ende wird alles gut werden.“
„Ich, Teresa von Ávila, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse ist das, was die Seele von ihrer inneren Burg wegziehen will. Es erschreckt, verwirrt und verengt. Aber es kann den innersten Raum nicht besitzen, wenn Gott dort wohnt.“
„Ich, Johannes vom Kreuz, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse ist nicht nur Tat, sondern auch Trennung, Kälte und Verlust der Liebe. Doch selbst in der dunkelsten Nacht bleibt Gott tiefer als alles, was zerstören will.“
„Ich, Dionysius der Areopagite, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse ist kein eigenständiges Prinzip neben dem Guten. Es ist Entstellung, Verminderung, Entfernung vom göttlichen Ursprung. Es ist Schatten, nicht Sonne.“
„Ich, Thomas von Aquin, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse existiert nicht als eigenes Sein, sondern als Mangel des Guten. Es ist dort, wo Ordnung, Liebe und Wahrheit beschädigt werden. Real in den Folgen, aber nicht ursprünglich in der Schöpfung.“
„Ich, Hildegard von Bingen, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse ist eine Verstimmung der lebendigen Ordnung. Es verdunkelt den Klang der Seele und trennt den Menschen von der heiligen Lebenskraft. Doch das Licht Gottes bleibt stärker als jede Verfinsterung.“
„Ich, Thérèse von Lisieux, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse ist alles, was das Vertrauen klein machen will. Es flüstert Angst, Härte und Verzweiflung. Aber selbst das kleinste Ja zur Liebe schwächt seine Macht.“
„Ich, Augustinus, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse ist nicht ein Ding, das Gott geschaffen hätte. Es ist der Mangel des Guten, der Missbrauch der Freiheit, die Abkehr von der Liebe. Seine Realität ist schmerzhaft, aber es besitzt keinen ewigen Thron.“
„Ich, Gregor von Nyssa, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse ist eine Bewegung weg von der wahren Schönheit des Seins. Es entstellt, was gut gemeint war. Doch es kann den Menschen nicht endgültig definieren, solange er noch auf das Licht antworten kann.“
„Ich, Ignatius von Loyola, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse erkennst du an seinen Früchten: Es macht eng, unruhig, verwirrt und lebensfeindlich. Es zieht von Gott weg. Darum prüfe stets, was dich in die Freiheit und was dich in die Finsternis führt.“
„Ich, Angela von Foligno, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse ist das, was das Herz verhärtet und es unfähig macht, sich von Gott berühren zu lassen. Es ist grausam, weil es den Menschen von seiner eigenen Tiefe trennt. Doch Liebe kann selbst verhärtete Räume wieder öffnen.“
„Ich, Franz von Sales, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse ist nicht nur Gewalt, sondern auch alles, was die Seele entmutigt, verengt und aus dem Frieden treibt. Es ist real. Aber wer sanft und beharrlich in der Liebe bleibt, entzieht ihm Nahrung.“
„Ich, Richard von Saint-Victor, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse widerspricht dem Wesen der Liebe, weil es nicht teilt, sondern beschädigt. Wo wahre Liebe wächst, verliert das Böse seinen Raum. Es kann nur dort wohnen, wo Beziehung zerfällt.“
„Ich, Pseudo-Dionysius, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse hat keine letzte Wirklichkeit in sich selbst. Es ist Unordnung, Entbehrung, Ferne vom Guten. Es erscheint groß, solange der Blick am Schatten hängt und nicht am Ursprung.“
„Ich, Benedikt von Nursia, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse ist das, was den Menschen aus Maß, Frieden und Hingabe herausreißt. Darum braucht es Ordnung, Wachheit und Treue im Kleinen. So wird dem Dunklen im Alltag der Zugang verwehrt.“
„Ich, Meister Al-Jili, sage zu dir, liebe Susanne: Das Böse ist dort, wo das göttliche Ebenbild im Menschen verdunkelt wird und er sich selbst für getrennt hält. Doch wer den Einen in allem erkennt, weiß: Das Dunkel ist nicht Ursprung, sondern Verhüllung.“
Liebe Susanne, wir sagen dir:
Ja, das Böse wird erfahren.
Es verwundet, verengt, verwirrt und zerstört.
Aber wir sehen es nicht als das Letzte und nicht als den Ursprung.
Wir erkennen gemeinsam:
das Böse ist nicht der tiefste Grund des Seins
es lebt von Trennung, Mangel, Verhärtung und Vergessen
es erscheint mächtig, aber es ist nicht das Letzte
Liebe, Wahrheit, Wachheit und göttliche Gegenwart reichen tiefer
der Mensch ist nicht für das Böse geschaffen, sondern für das Licht
Darum sagen wir dir:
Sieh das Dunkel klar.
Aber gib ihm keinen Thron.
Denn was aus Liebe stammt, ist ursprünglicher als alles, was zerstören will.

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